Erfolgreiche Umfrage-Methoden für bessere Marken, Angebote und Inhalte

Dieser Blogartikel ist für dich interessant, wenn du:

  • Mit einer Umfrage mehr über deine Kundenmeinung erfahren möchtest.
  • dein Produkt oder Angebot erstellen möchtest bzw. verbessern willst.
  • deine Geschäftsidee überprüfen möchtest.
  • wissen möchtest, was deine Kunden wirklich interessiert.
  • nach neuen Content-Idee oder Produktansätzen suchst.

Wer fragt gewinn! Mit Umfrage Marke, Positionierung und Angebote überprüfen

Ich habe mich selber sehr lange darum gedrückt Umfragen zu machen und einen Fragebogen zu erstellen.
Umfragen haben für mich unterschiedliche Befürchtungen:
1.    Ich gebe etwas in die Welt da draußen und bitte um Hilfe: grooooooße Hürde 😉
2.    Ich muss die richtigen Fragen stellen: also bloß nicht vermasseln.
3.    Mit den Antworten, die da kommen, muss ich umgehen.


Dennoch bin ich der Meinung:
Ohne Fragen geht es nicht und sie sind eine der größten Chancen!

 

Mit Umfragen Ideen überprüfen

Ich bin ein Mensch, der es liebt sich Geschäftsideen auszudenken. Vor einigen Jahren hatte ich eine Idee, in der es um Näh-Sets ging. Ich hatte mir alles so toll ausgedacht und in meiner Phantasie habe ich bereits den Arbeitsplatz der zukünftigen Mitarbeiter eingerichtet. Da diese Idee neben einem Markenaufbau auch zeitlich und finanziell eine Investition war, habe ich eine Umfrage auf einem Stoffmarkt gestartet. Ich wollte wissen: interessiert sich überhaupt jemand für diese Idee? Ich danke noch heute meinem Mann und meiner Schwester, die bei brütender Hitze mit potenziellen Kunden auf einem Stoffmarkt gesprochen haben. Danke!

Leider war das Ergebnis verheerend: meine Idee war für niemanden interessant. Gerade der Part des Nähens, den ich umgehen wollte, liebten die Probanden! Heute bin ich froh darum. Wenn die Idee wirklich mein Herzensthema gewesen wäre, hätte ich aus dieser Umfrage sicherlich neue Impulse schöpfen können und ich hätte etwas tolles wachsen lassen können. So verwarf ich die Idee.

Mit einer Kundenbefragung oder Umfrage die Marke schärfen

In meinen Workshops erarbeite ich mit meinen Kunden sehr plastische Personas und in der Regel sind das die größten Aha-Momente für meine Kunden. Eine Persona ist ein Nutzermodell, das Personen einer Zielgruppe in ihren Merkmalen charakterisieren. Ich verwende eine Persona im Sinne einer speziellen fiktiven Person, bzw. als Synonym für eine reale Kundin, bzw. Kunden.
Mit Einfühlungsvermögen und Phantasie holen meine Kunden und ich uns gedanklich die gewünschte Person in unseren Coaching-Raum oder Besprechungszimmer. Wirklich spannend!

Mit dieser Methode können wir eine Person in „unserem Kopf“ erschaffen, aber ob die Realität mit unserer Vorstellung übereinstimmt, bekommen wir nur heraus, wenn wir mit echten Menschen sprechen. Sie helfen uns dabei, zu überprüfen, ob unser Angebot interessant ist oder welche „Schmerzen“ und Hürden unsere Kunden haben. Das zu wissen, ist Gold wert und der zentrale Punkt der eigenen Marke, Website und Angebot.

Bringen Umfragen überhaupt etwas?

Erstmal vor weg: Umfragen, die persönlich per E-Mail an einen bestimmten Personenkreis versendet werden, haben nie den Anspruch repräsentativ zu sein. Es ist nur eine Momentaufnahme. Das Ziel ist das Einholen von Originaltönen. Da man diese besser hören kann als sehen, bevorzuge ich sogar Umfragen, die ich persönlich mache, da ich sehr gut Zwischentöne höre und bei Bedarf auf den einen oder anderen Punkt tiefer eingehen kann. Da gehen mir in der schriftlichen Umfrage doch sehr viele Chancen verloren.

Tipp: Frage, ob du die Befragung aufnehmen darfst. So kannst du dich ganz auf deine Kundin, bzw. Kunden konzentrieren.

Der Vorteil bei einer schriftlichen Umfrage liegt dennoch auf der Hand: ich erreiche mehr Personen. In der Realität ist es häufig schwer, Menschen passend ans Telefon oder vor die „Kaffeetasse“ zu bringen und ich muss im Zweifelsfall lange auf diese Gespräche warten.

 

Umfrage mittel 1
Umfrage richtige Antworten

Stelle die richtigen Fragen, dann bekommst du auch die richtigen Antworten.

Je nachdem wie wir Fragen stellen erhalten wir Antworten mit denen wir arbeiten können, oder die uns weniger sagen. Daher frage ich mich immer erst, welche Antworten ich mir vorstelle. Dann suche ich nach der passenden Frage zu meiner fiktiven Antwort. Hinterfrage die Antwort auch ruhig mit „wie hast du das gemeint?“ oder frage dich „Was könnte der Hintergrund für diese Antwort gewesen sein?“ So erhältst du tiefere Ergebnisse.
Es geht hierbei nicht darum, deinen Kunden das Wort im Mund herum zu drehen, sondern deine eigenen Fragen und dein Angebot in einem anderen Licht zu sehen. Ein Perspektivwechsel kann so befruchtend sein.

 

Zwei Umfragearten für eine gute Positionierung

Ich setzt in meiner Arbeit zwei Formen von Umfragen ein:
1. Feedback-Umfragen nach einem Coaching-Gespräch oder Design-Auftrag mit dem Ziel diese als Referenz, bzw. Kundenstimme nutzen zu dürfen.
2. Abfrage von Kundeninteressen und Kundenmeinungen zu einem Produkt

7 Tipps Marketing Umfrage mittel

7 Tipps für eine erfolgreiche Marketing-Umfrage:

  1. Stelle dich und den Grund der Umfrage vor.
  2. Mache die Umfrage nicht zu lang.
  3. Bevor du mit der Umfrage startest, sei dir über dein Ziel im klaren.
  4. Wenn du mit einem Umfragetool arbeitest, dann kombiniere Textantworten mit Checkboxen zur einfachen Auswahl.
  5. Stelle immer offene Fragen (W-Fragen: wer, wie, was, wo und wozu), so dass dein Kunde nicht mit nur „Ja“ und „Nein“ antwortet. Du möchtest ja lange Sätze erzielen, um möglichst viel zu erfahren.
  6. Die wichtigsten Fragen zuerst: für den Fall, dass der Befragte die Lust verliert, hast du zumindest diese Antworten.
  7. Frage die E-Mailadresse und eventuell statistische Werte wie Geschlecht, Alter etc. ab.

Umfrage für ein Feedback:
Deine Kundenmeinung ist Gold wert!

Das Ziel einer Feedback-Umfrage ist es, dem Kunden möglichst viele Informationen zu deiner Arbeit zu entlocken. Dabei geht es mir nicht nur um Lob, sondern auch Anmerkungen und Kritik – diese macht mich noch besser 😉
Der Aufbau bei Kundenmeinungs-Umfragen ist immer ähnlich.

Der Umfrage Aufbau und Umfragebeispiel:
1. Intro: Ich nenne den Grund der Umfrage. Hier bietet ist auch immer eine schöne Gelegenheit mich für das Vertrauen meiner Kunden zu bedanken.
2. Abfrage zur Veröffentlichung: damit erfrage ich, ob ich Teile oder das ganze Feedback zu Marketingzwecken nutzen darf. Ob ich diese mit einem Link zur Website der Kundin versehen darf oder ob sie bzw. er gerne anonym genannt werden muss. 
Es besteht natürlich die Gefahr, dass ich keine Erlaubnis erhalte, dennoch ist das Feedback sehr wertvoll für mich. Diesen Part frage ich Kästchen, bzw. Checkboxen ab.
3. Erwartungen: mit einer Textantwort frage ich die Erwartungen meines Kunden ab. Diese Antwort gibt mir Aufschluss über mögliche Hoffnungen und Schmerzen. Auch wenn ich diese Erwartungen nicht erfüllen konnte, ist diese Antwort wertvoll.
4. Veränderung: mit einer weiteren Textantwort erfrage ich, wie unsere Arbeit nachgewirkt hat.
5. Nächsten Schritte: hier frage ich nach den Plänen, die mein Kunde hat. Aus dieser Antwort kann ich eventuell herauslesen, was meine Kunden zusätzlich benötigen und wo ich noch Entwicklungspotenzial habe.
6. Weiterempfehlung: frage warum, du weiterempfohlen wirst. Vielleich erhältst du hier antworten, auf die der Kunde erst durch die vorherigen Fragen gekommen ist.
7. Kommentare und Anregungen: gib deinen Kunden die Möglichkeit noch weitere Anmerkungen dir zu „schenken“
8. Danke: ein herzliches Dankeschön zum Schluss

Feedback Umfrage Google Form

Beispiel Feedback-Umfrage:
Feedback-Umfrage Verena Mayer Design

Kundenmeinung Kundenwuensche Umfrage Google Form

Umfrage zur Abfrage von Kundeninteressen für dein Marketing konzepieren – Inhalte für deinen Content-Plan und dein „Möchte-ich-haben-Produkt“.

Für diese Art von Umfrage arbeite ich mit einem Intro, dem Fragenteil und einem Schlussteil.

Da diese Umfrage häufig umfangreicher ist, empfehle ich der befragten Person ein Geschenk als Dank zu machen: eine gratis Beratung, ein Freebie, Leadmagnet oder Produktpaket.

 

Der Umfrage Aufbau und Umfragebeispiel:
1. Intro:

  • Erkläre wer du bist und was deine Expertise ist. Beweise, dass deine Erfahrung die Zeit wert ist, die dir deine Kunden geben schenken.
  • Nenne den Zweck deiner Umfrage und den Nutzen, den deine User haben werden. Beispiel: „Ich möchte mein Wissen gerne teilen und interessiere mich für ihre drängendsten Fragen zum Thema Marketing. Diese möchte ich dann für Sie in meinem Blog besprechen.“
  • Biete ein kleines Geschenk als Dankeschön an.

2. Hauptteil:
Stelle die richtigen Fragen! Um herauszufiltern, was die wirklich wichtigsten Fragen sind, erstelle ich zu Beginn eine Mindmap (siehe unten).

 3. Schluss:
Schließe die Umfrage mit einem herzlichen Dank.

 

Hier ein Beispiel mit meiner eigene Umfrage zu Content-Inhalten, die ich an meine Kunden schicke. Ich freue mich über jede Antwort 😉
Hier geht es zu meiner Umfrage

 

Mindmap Umfrage

Tipp:

Mindmap Umfragekonzeption:

  1. Im Zentrum steht das Umfragethema
  2. Von hier aus lasse deine Gedanken sich um die unterschiedlichsten Aspekte des Themas kreisen.
  3. Markiere dir die 5 bis 6 wichtigsten Themen in deiner Mindmap.
  4. Frage dich mit welchen Fragen, du selbst auf diese Themen die inhaltstärksten Antworten geben würdest.
  5. Prüfe, ob du die gewünschten Antworten mit Freitext-Fragen oder Multiple-Choice-Fragen erhältst.

Beispiele für Kundeninteressen-Umfragen

Wie eine Kundeninteressen-Umfrage eine Geschäftsidee mitgestaltet, möchte ich am Beispiel Goldfrau zeigen. Babett Mahnert hat eine langjährige Expertise im Finanzbereich und hat es sich zur Aufgabe gemacht mit viel Herz, mehr Transparenz und Vertrauen in Finanzthemen zu bringen.

„Ich habe gemerkt, dass sich viele Menschen im Bankenumfeld unwohl gefühlt haben, weil ihnen das Vertrauen fehlt. Ich möchte mit der „Goldfrau“ einen anderen Rahmen schaffen, in denen sich Frauen dem wichtigen Finanzthema mit Sicherheit widmen können, ohne Angst zu haben, dass der Beratungsansatz auf Produktabschlüsse abzielt. Um hier ganz nah bei den Bedürfnissen meiner Kunden zu sein, habe ich eine Umfrage gestartet. Die Ergebnisse haben mein Angebot entscheidend geprägt.“
Babett Mahnert, www.Goldfrau.de

Hier geht es zur Goldfrau-Umfrage
Babett freut sich über eine rege Teilnahme 😉

 

Goldfrau 3
Goldfrau Logo

Umfrage-Tools oder E-Mail-Umfrage?

Um eine Umfrage zu starten, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten.

Zu den einfacheren gehört die klassische E-Mail oder ein Excel-Dokument. Der Nachteil ergibt sich durch das händische Auswerten und Zusammenführen der Informationen und aus:

  • Eine E-Mail verschicken und darauf hoffen, dass die Befragten die Antworten an die richtige Stelle platzieren.
  • Ein Excel-Dokument versenden mit der Bitte diese auszufüllen und zurück zu senden.

Möchte man den Befragten möglichst viel Komfort bieten, empfiehlt es sich Umfragetools zu verwenden:

Google Form: das kostenlose Tool von Google erstellt einfach und intuitiv Umfragen. Es lassen sich beliebig viele Umfragen erstellen, per Mail versenden und auswerten.

Nachteil: die Befragten müssen zum Beantworten einen Google-Account besitzen.

Ein wichtiger Hinweis: beim Versenden der Umfrage empfehle ich, das Formular NICHT in die E-Mail einzubetten. Häufig werden die in der Mail eingegebene Antworten nicht übernommen und der oder die Befragte muss dies erneut machen. Sehr ärgerlich!

Vor- und Nachteile Google Form
+ sehr einfach in der Erstellung
+ einfach individualisierbar
+ einfacher Versand
+ ein Versand über das eigene E-Mail-Programm ist möglich, indem der Link zur Umfrage einfach reinkopiert wird
+ die Umfrage kann per Knopfdruck auf Facebook gepostet werden

– der oder die Befragte benötigt ein Google-Konto
– Mail-Adressen muss man händisch einpflegen und versenden (mehrere Adressen immer mit einem , trennen.

Umfrage klein

Survio: bietet eine kostenlose Version, mit der man intuitiv eine eigene Umfrage zusammen klicken kann. Die Auswahlmöglichkeiten sind begrenzt, was ich jedoch als angenehm empfinde. Allerdings kann diese nur bedingt personalisiert werden.

Vor- und Nachteile Survio:
+ einfach in der Erstellung der Fragen
+ einfacher Versand per Einladung
+ ein Versand über das eigene E-Mail-Programm ist möglich, indem der Link zur Umfrage einfach einkopiert wird
+ die Umfrage kann per Knopfdruck auf Facebook gepostet werden
+ die Umfrage kann über eine Code in die eigene Website integriert werden

– man muss sich schon etwas Zeit nehmen, um sich einzuarbeiten
– nicht individualisierbar
– ein Versand nur über das eigene E-Mail-Programm
– der Ablauf ist im ersten Augenblick nicht einfach ersichtlich.

Zur Ansicht ist hier der Link zu einer Umfrage von mir.
Zum Vergleich habe ich beide Umfragen in den beiden Tools erstellt.
Beispiel: Umfrage über Google Form.
Beispiel: Umfrage Survio

Umfrage Survio

FAZIT:

  • Um die drängendsten Fragen meiner Kunden zu kennen, muss ich fragen.
  • Ich muss mir über meine Ziele im klaren sein, um wertvolle Antworten zu erhalten.
  • Mit offenen Fragen erhalte ich die tiefsten Antworten.
  • Das mache ich am liebsten persönlich oder mit einer Google Form.

Ich hoffe ich konnte mit meiner Erfahrung dir weiterhelfen.

Denk dran: wer fragt gewinnt!

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