Denkblockade. erste Hilfe bei verkopft denken

Denkblockade: Erste Hilfe, wenn du verkopft denkst

Kreativiät im Job, Kreativitäts-Methoden

Kennst du diese Tage: du sitzt den ganzen Tag über einer Aufgabe und irgendwie bekommst du sie nicht hin. Die Idee lässt sich nicht greifen, wie ich so schön sage. Derweil ist sie ganz klar in deinem Kopf. Das nervt so!!!!

Ich bin z.B. heute voller Elan an meinen Inhalten für diesen Monat gegangen. Es hat sich eigentlich recht schlüssig in meinem Kopf „angefühlt“ (soweit mein Kopf fühlen kann ;-)).

Tja, da ist er auch geblieben. Leider sind meine Gedanken und Ideen nicht in meinen Computer gewandert. Jedes Wort war harte Arbeit und dann auch noch nicht mal gut.
Die Zeit kroch dahin, zäh wie ein Kaugummi (oh je, sogar das ist lahm…). Mein Frustpegel stieg immer höher und höher. Wenn ich etwas hasse, dann, wenn ich mir etwas vorgenommen habe und kein Ergebnis vorweisen kann!

Ich nehme dich jetzt einfach mal mit in meinen gestrigen Tag:

Podcast Nr. 16 zur Folge:

Ich starte voller Motivation und nichts geht voran.

Gestern, als ich mir vorgenommen habe heute an meinem Content Plan zu schreiben, da war mir alles klar. In meinem Kopf haben die Ideen nur so geflutscht. Sie waren wie ein Vogelschwarm. Gut sichtbar, aber eben ein Schwarm. Die einzelnen Vögel lassen sich nicht klar ausmachen. Sie bewegen sich zu schnell. In meinem Fall schillern sie, es sind ja Ideen ;-). Ich hoffe, du verstehst meine Metapher. wink

Ich war voll motiviert. Seit Tagen habe ich immer wieder Ideen zu Themen gehabt, mit denen ich in diesem Monat meinen Lesern inspirieren möchte.

Danke, Du liebe Ablenkung, ich folge dir gerne.

09:00 Uhr: Ich sitze an meinem Arbeitsplatz und drücke mich um den Anfang. Komisch, woher kam plötzlich dieses Zögern? Vielleicht sollte ich mal was recherchieren… Das Zögern wird immer penetranter. Ich schinde Zeit. Ich fange jetzt mal an. Und schon kommt da ein Telefonanruf. Wie gerne nehme ich den an und schon ist da eine Klienten Anfrage, der ich sehr gerne nachgehe. Ich merke aber schon, das ist nur Ablenkung. Eine Verzögerungstaktik. Denn eigentlich weiß ich jetzt schon, was los ist: ich habe eine Denkblockade.

Meine Denkblockade führt zu verkopftem Denken

11:00 Uhr: So, jetzt aber wieder ran an den Plan. Ich beschließe einen Schritt zurück zu treten und erst mal Ideen zu sammeln. Da sind doch immer so viele. Also mache ich ein neues Dokument auf und ich fange an aufzulisten. Irgendwie funktioniert es nicht so recht.

Ok, eine Mindmap. Hilft immer. Aber auch die will nicht recht gelingen.

Ich bin nicht inspiriert.

Eine Denkblockade hat mein Gehirn leergefegt.

Irgendwie ist da gar keine Idee mehr. Mein ganzes Gefühl für das Thema ist weg. Der Vogelschwarm ist sozusagen weggeflogen. Also versuche ich es mit Struktur. Ich nehme mir Fachbücher zur Hand. Schließlich kommt ein Teil meines Wissens auch aus ihnen.

Ok, dann mit System. Aber ohne Inspiration.

14:30 Uhr: ich habe jede Menge Inhalte zusammengesucht. Ich habe es sogar geschafft, relativ schnell nach Telefon- und Mail-Unterbrechungen weiterzuarbeiten. Aber finde ich sie gut? Sind sie nutzfertig? Das ist doch alles voll theoretisch. Irgendwie nur „abgearbeitet“. Mein verkopftes Denken hat mir Standard-Inhalte beschert. Alles was ich zusammengetragen habe ist meilenweit entfernt von dem schillernden Ideenschwarm, den ich heute morgen noch im Kopf hatte.

Ein Blick auf die Uhr lässt den Frust steigen. Schon Nachmittag und nichts ist geschafft. Nichts stimmt natürlich auch nicht. Ich weiß nur ganz genau, dass ich mir ein anderes Ergebnis vorgestellt habe.

Mein verkopftes Denken lässt meinen Frustpegel steigen

16:15 Uhr: Entnervt stehe ich auf. Der ganze Tag ist rum und ich habe nichts Gescheites geschafft. Ich habe eine Liste mit Inhalten, bin aber trotzdem gefrustet, habe schlechte Laune und fühle mich schlecht! Das Geschaffene sieht nach Pflichterfüllung aus. Es ist ein schlechter Abklatsch von dem was alles möglich wäre.

Spatzierengehen als erste Hilfe bei Denkblockade

Jetzt muss ich eine Bremse reinhauen!

Jetzt hilft nur noch eins: Erste Hilfe gegen verkopftes Denken:

Geh raus und mach eine aktive Pause!

Ich gehe zum Briefkasten und mache damit eine aktive Pause. Keine Mittagspause, kein Schläfchen oder gar Fernsehpause, denn wenn ich mich berieseln lasse, dann schaltet meine Kreativität automatisch ab.
Ich mache eine spontane Pause mit Bewegung.

Ein Spaziergang ist immer meine erste Wahl. Es macht immer Klick!

Warum ist das so?
Dafür sind zwei Faktoren verantwortlich

Faktor 1 „Wir trainieren unsere „Offline-Netzwerke“:

Wenn wir laufen, bewegen wir unseren Körper und schalten dabei ab. Wir entspannen uns, stimulieren gleichzeitig unsere Wahrnehmung und eröffnen uns damit neue Perspektiven. Die Gedanken schweifen ab und schon kommen wieder Ideen.

Regelmäßige aktiv Pausen trainieren „Offline-Netzwerke“ in unserem Gehirn. Sie verknüpfen Bilder, Gedanken, Erlebtes, Geräusche etc. neu. Viele von uns kennen das auch vom Autofahren, oder Duschen: Unser Geist ist da, wir sind hellwach und funktionieren auch, aber unser Gehirn arbeitet zusätzlich in einer Art Meta-Ebene. Die motorisch einfache und sich wiederholende Tätigkeit ist wie eine Reset-Taste für unsere Ideen:

  • Spazierengehen beruhigt
  • Wir wechseln unsere Umgebung
  • Wir füllen unseren Körper mit frischem Sauerstoff
  • Und beruhigen unser Nervensystem

Viele kreative Menschen haben deshalb ihren Tagesablauf mit einer festen Routine von aktivem und konzentriertem Arbeiten und aktiven Bewegungspausen strukturiert.

Faktor 2: Wir verändern unsere Umgebung

Unser Gehirn verknüpft ständig Informationen und speichert diese ab. Es bilden sich sogenannte Neuronale Verknüpfungen (neuronale Bahnen). So wissen wir z.B. genau, wie wir uns verhalten müssen, wenn wir in eine Bücherei kommen. Wie wir mit der Flut an Büchern umgehen, wie wir uns orientieren. Wir suchen beispielsweise ein Hinweisschild zur Orientierung. Es sind für uns bekannte Wege und Abläufe.

Wenn wir aber in einem anderen Land in eine Bücherei kommen, dann kennen wir das System dort nicht und können die Buchtitel eventuell nicht lesen. Das Orientierungssystem hilft uns auch nicht, also müssen wir neue Wege finden, um ein gewisses Buch (jetzt vielleicht ein Bildband wink) zu finden.

Unser Gehirn wird sofort aktiv und versucht neue neuronale Verknüpfungen herzustellen.

Genau dasselbe Prinzip findet statt, wenn wir unsere Umgebung bei einer Denkblockade ändern. Unser Gehirn verbindet Reize neu.

Beide Faktoren zusammen ist die Erste Hilfe, wenn wir feststecken. Es funktioniert immer. Garantiert!

Und JETZT platzt der Knoten, die Ideen sprudeln wieder

17:00 Uhr: Erfrischt und motiviert komme ich von meinem Spaziergang zurück.

Was war passiert?

Ich habe als Erstes kurz in mein Telefon gejammert: eine Sprachnachricht an meine Mastermind-Gruppe ist für mich wie ein Aktivierungsboost (Wird im Nachhinein eingefügt, da dies der Link zum Folgeartikel sein wird). Nach kurzer Zeit hat es Klick gemacht. Ich war gerade mal 5 Minuten unterwegs und schon ist der Gedankenschwarm wieder an meinem geistigen Horizont aufgetaucht.

Was ich dann gemacht habe?

Ich bin erst mal meinen Gedanken ein wenig nachgehangen und bin einfach nur gelaufen.

Irgendwann habe ich mein Smartphone geschnappt und die Diktierfunktion in meinen Notizen aktiviert. Dann habe ich in einem Zug mir selbst 17 Themenideen runterdiktiert. Es ist einfach aus mir rausgeflossen. Ich habe nicht zensiert, nicht überdacht einfach nur diktiert.

Ich kann es nicht glauben, da vergesse ich meine eigene Methode! Wie oft empfehle ich meinen Klienten genau das!

Deshalb kann ich dich so gut verstehen.

Manchmal stecken wir einfach in einer Art „Arbeitstunnel“. Auch wenn wir es besser wissen, schaffen wir es erst kurz vor knapp, die Notbremse zu ziehen und aus dem „Tunnel“ auszusteigen. Ich war von meiner Denkblockade, von meinem verkopften Denken, wie paralysiert. Ich konnte nicht aufhören einfach stur weiterzuarbeiten.

Und deshalb habe ich hier ein kleines Geschenk für dich: Smartphone-Hintergrundbilder, als kleine Erinnerungen!

Mein Geschenk für Dich:
Erste Hilfe bei Denkblockaden und verkopftem Denken
3 Reminder für erste Hilfe bei Denkblockaden
Anleitung Installieren von Hintergrundbildern

Aber Achtung: Denkblockaden können auch persönliche Gründe haben

Eine aktive Pause ist also immer eine Lösung. Aber Denkblockaden können auch persönliche Blockaden sein. Manchmal schützen wir uns, indem wir eine Idee nicht verfolgen. Denkblockaden, Schaffensblockaden, Schreibblockaden. Alle haben mit demselben zu tun: wir kommen nicht weiter, weil wir uns selbst zurückhalten.

Hier hilft nur, genau hinzuschauen. Natürlich kannst du auch einfach das nächste Projekt anfangen. Aber in der Regel, holt diese Art von Blockade dich wieder ein. Im Kreativitäts-Coaching gebe ich Blockaden genug Raum.

Fazit: Bewegung ist wichtig, dann denkt es sich bunter.

Also, wenn du das nächste Mal einfach nicht vorankommst, wenn du verkopft und uninspiriert eine Aufgabe machst, dann gönn dir und deiner Kreativität eine Bewegungspause. Geh spazieren, joggen, walken oder laufen.

Wenn du auf neue Ideen kommen willst, dann fang doch damit an, anders zu denken. Mein kostenloser Mini-Workshop „Arbeite bunter, denk anders“ ist eine wunderbare Ergänzung zu meinen drei Tipps.

Bilder: Unsplash

In den nächsten Tagen werde ich verschiedene Möglichkeiten für aktive Pausen auf Instagram posten. Folge mir doch einfach und schreibe mir, wie deine aktiven und kreativen Pausen aussehen.

Lasst es schillern und
mach dich sichtbar!

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