So viel Stress: wie du trotzdem fokussiert und kreativ bleibst

So viel Stress: wie du trotzdem fokussiert und kreativ bleibst

Kreativitäts-Methoden

Dieser Artikel ist für dich interessant, wenn du schon auf diesen Artikel geklickt hast. Befriedige deine Neugierde!

Inhalt dieses Artikels:

Kennst du das? Die Arbeit türmt sich, die Aufgabenliste wird unendlich lang, das E-Mail-Postfach wächst an und die Zeit wird immer weniger?

Bei mir ist gerade genauso eine Zeit. Der reinste Wahnsinn. Derweil freue ich mich über meine Aufgaben. Deshalb lautet meine Antwort: fokussiere dich auf das Wesentliche!

Wie? Zeige ich dir hier.

Am Jahresende und vor dem Urlaub verdoppelt sich die Arbeit.

Der Satz: „Weihnachten kommt dieses Jahr wieder so überraschend“ trifft bei mir voll zu. Irgendwie geht es zum Ende des Jahres immer so schnell. Gerade war doch noch September! Und mit dem Jahreswechsel müssen Budgets noch ausgegeben werden und die Neuen geplant werden. Gar nicht zu sprechen von den neuen Projekten. Die müssen auch schon losgehen… Zurzeit stehen bei mir viele Workshops, Mentorings, Projekte und Ausstellungen an.  Jedes Jahr im Sommer kann ich mir nicht vorstellen, dass es wieder viel wird und dann kommt es doch.

Wenn ich mich vom Stress wegtragen lasse: der Garant für Fehler

Früher habe ich mich vom Stress überrennen lassen. Ich habe mich voll hineinbegeben in die Panik. Das Ergebnis war oft eine Kombination aus hektischer Gereiztheit, Schockstarre und Herzrasen. Ich war wie gelähmt von der Masse an Aufgaben und der gnadenlos verrinnenden Zeit.

Das Ergebnis war alles andere als befriedigend:

  • Ich lieferte schlechte Arbeit ab
  • Ich war super gereizt und alles andere als eine Chefin
  • Ich war sicher nicht die aufmerksamste Mutter und Partnerin
  • Und ich persönlich bin gänzlich auf der Strecke geblieben

 

Das hat Spuren hinterlassen. Die größte war sicherlich meine Unzufriedenheit. Ich war unzufrieden, weil ich nicht liefern konnte, was ich wollte. Ich habe mich in Selbstmittleid gesuhlt und meine Zweifel waren sehr laut: Warum schaffst du das nicht?!

Ach, die lieben Fehler….

Und es passierten Fehler. Fehler, die unnötig sind. Zumal sich so oft rausstellt, so wichtig war es doch nicht. Aber jetzt ist da der blöde Fehler, Fehlbuchung, Fehlkauf etc. Versteh mich nicht falsch, Fehler machen ist wichtig. Nicht aber, wenn sie so nutzlos sind… Das heißt, eigentlich habe ich gerade aus diesen all das gelernt…

Der Tag hat 24 Stunden. Basta.

Ich hätte nur realistisch bleiben müssen. Denn zu schaffen war es eh nicht. Ich wollte es aber so gerne mir, oder wem auch immer, beweisen: ich bin knallhart und schaffe es!

Realistisch gesehen kann aber niemand viermal so schnell arbeiten und dabei auch noch wirkliche Qualität liefern. Die leidet nämlich als erstes und unsere Gesundheit.

Trotzdem: manchmal muss einfach viel in den Tag rein.

Seitdem ist viel passiert: Ich habe viel an mir gearbeitet. Für mich geklärt, was mir tatsächlich wichtig ist. Warum ich unbedingt liefern möchte etc.

Heute sind meine Tage noch immer sehr voll. Aber ich begebe mich nicht mehr in die Spirale aus Hektik und Panik. Denn das Wichtigste ist für mich, dass ich Aufgaben lösen kann und mir dabei noch immer zufrieden ins Gesicht schauen kann.

Heute ist genau so ein Tag:

  • 08:00 Uhr Podcast-Folge aufnehmen
  • E-Mail-Challenge für Mentoring-Kunden schreiben
  • Präsentationsfolien fertig machen
  • Texte schreiben
  • 14:00 Fotoshooting mit Kundin begleiten

Klingt unmöglich. Ist aber machbar. Ich gebe zu, dass das sicherlich nicht auf Dauer möglich ist, aber kurzzeitig.

Die einzige Lösung heißt priorisieren – meine 4 Tipps

In erster Linie muss ich priorisieren, um Qualität zu erschaffen und kreativ zu sein.

Und das fängt bei kleinen Aufgaben an. Kreativ erschaffen heißt für mich: etwas erschaffen, was davor noch nicht da war. Auch ganz kleine Aufgaben: ein Brief oder eine Mail schreiben, einen Quellcode verbessern, eine Buchung korrigieren etc.

 

So priorisiere und fokussiere ich mich:

1. Wenn viel Arbeit ansteht, dann „verpflichte“ ich mich innerlich zu 100%. All- in und erkenne an, dass nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung steht.
Kein nebenher surfen, lesen oder quatschen etc.

2. Als nächstes sortiere ich die Aufgaben nach dem Wesentlichen. Ich versuche, die Rahmenbedingungen vom Kern der Aufgabe trennen. Damit meine ich: welche Aspekte der Aufgabe sind die wichtigsten. Welche haben die beste Wirkung.

Dann brauche ich eine Idee, mit der ich das Wesentliche erreichen kann.

Mein Haupttool, um diese Idee zu finden ist das Schreiben, bzw. Gedankenschreiben. Ich schreibe, um die eigenen Gedanken zu hören. Gedankendimensionen, die ich gerne Stimmen nennen, gehen uns mit enormer Geschwindigkeit durch den Kopf. Durch das Gedankenschreiben kann ich alles einfach runterzuschreiben, rausschreiben. Dabei kann ich am besten fokussieren, um was es tatsächlich geht.

3. Wenn ich weiß, was zu tun ist, dann prüfe ich, ob ich damit zufrieden bin. Es gibt für nichts Schlimmeres als nur ein bisschen zufrieden zu sein. Wenn ich nicht zufrieden bin, muss ich mich fragen, ob ich die Aufgabe heute so lösen kann. Wenn nicht, dann lasse ich es lieber.

4. Jetzt kommt das Wichtigste: Triff eine rasche Entscheidung. Jede Entscheidung beinhaltet auch, dass eine Aufgabe abgeschlossen wird.

Beispiel: in zwei Stunden muss ein noch nicht fertiges Bild in eine Ausstellung

Meine Zeitplanung war: zwei Stunden.

Für was? Ich wollte ein fast fertiges Bild für eine Ausstellung fertig machen und abliefern. Seit zwei Monaten weiß ich nicht, wie das Bild fertigzustellen ist, damit die Anfangsinspiration gezeigt wird. Es fehlt noch etwas Essenzielles.

Mein Weg: Ich musste genau überlegen, um was geht es mir bei dem Bild und was braucht das Bild um vollendet zu werden. Wenn ich hirnlos drauf los gemalt hätte, würde ich das Bild zerstören. Und ich hatte viel Zeit bisher investiert. Ich hätte zerstört, was ich davor geschaffen habe und was mir wichtig war.
Das Gedankengeschrieben hat mir klar gemacht, was wirklich wichtig ist für das Bild.

So konnte ich konzentriert und fokussiert meine Gedanken ausführen, das Bild trocknen (ok, hier musste der Föhn mithelfen) und ausliefern.

Struktur mit der Haftnotiz-Methode

Noch ein weiterer Trick: Wenn ich meine Gedanken sortiere, dann schreibe ich diese gerne auf einzelne Haftnotizen. Wenn alles aufgeschrieben ist, dann hänge ich dieser in der sinnvollsten Reihenfolge aneinander. Das Ergebnis ist ein „Haftnotiz-Band“. Dieses ist dann mein „Marschplan“. Ein Zettel nach dem anderen arbeite ich ab. Bis zum Ende. Und etwas Neues ist entstanden.

 

Anstrengend ist es trotzdem

Der ganze Prozess mit fokussieren und entscheiden für mich sehr kreativ. Ich gebe zu, dass es sehr anstrengend ist. Aber es entsteht so viel in kurzer Zeit. Und ich habe mich dem ganz und gar zugewendet. Ohne Panik.

 

Gibt es einen Haken? Ja. Störung geht nicht….

Ich gebe ganz offen zu, wenn dieser Prozess oft unterbrochen wird durch Telefonate, Kollegen, die in der Türe stehen und anderes unvorhergesehenes. Dann ist es kaum möglich.

Deshalb bleib fokussiert und pack es an!

Lasst es schillern und
mach dich sichtbar!

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Warum soll ich neugierig sein? Weil du es kannst!

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Kreativitäts-Methoden

Sag das nochmal!
Das ist ja irre!

Na, bist du neugierig geworden?

Eigentlich braucht es so wenig um unsere Neugier zu wecken.

Wir sind neugierig seit wir auf der Welt sind. Wir wollen Dinge anfassen und begreifen, wir wollen wissen was dahintersteht. Und unsere Neugier wächst, je mehr wir ihr nachgehen. Hinter jeder Türe ist noch eine Türe und noch eine.

 Genauso ging es mir bei einem Mittagessen mit Sarah Jansen. Sie hat mich mit ein paar Aussagen wie z.B.

„Ein Leben ohne Elektronikentwicklung ist wie eins ohne Katzen: Möglich, aber dann doch langweilig.“

so neugierig gemacht, dass ich sie spontan zu meinem Podcast eingeladen habe.

Vor zwei Jahren habe ich Sarah Jansen bei einem Vortrag der DigitalMediaWoman in Karlsruhe getroffen: sie hielt einen Vortrag über Datenkraken, Datenschutz und den Goldrausch des 21. Jahrhunderts. Sarah ist mit ihrem Unternehmen Cyberkombinat23 als „Erfinderin“ bzw. Elektrotechnikerin selbstständig und arbeitet nach eigener Aussage für Unternehmen, die bereit sind, sie zu bezahlen.

Neugierde ist Zusammenhänge verstehen wollen

Mit Sarah habe ich mich über ihre Neugier unterhalten. Sie hat mir erzählt, dass sie fasziniert ist von Zusammenhängen. Sowohl im technischen als auch im politischen. Und hier ist auch der Punkt, der meine Neugierde wiederum geweckt hat. Als ich Sarahs Büroräume besucht habe, habe ich mich gefühlt wie in Daniel Düsentriebs Erfinderwerkstatt. Nur das Helferlein hat gefehlt, diese kleine Glühbirne, die immer im Schlepptau von Daniel Düsentrieb umherspringt. Ein Chaos an Geräten, Platinen, Drähten und „halbfertigen“ Geräten. Lauter Dinge, die angefüllt sind mit Gedanken, Vorstellungen und Verbindungen.

Schon als Kind wollte sie verstehen, wie Dinge funktionieren und scheute auch riskante Kletteraktionen auf Regale nicht, um an das Tonbandgerät der Eltern heran zu kommen. Ganz ehrlich: ich war auch von den Spulen mit Band, von denen wie durch Zauberhand Töne kamen fasziniert. Bis heute sagt Sarah, kann sie keine Fernbedienung einfach liegen lassen. Sie muss ins Batteriefach schauen und sehen, wie es gemacht ist. Natürlich hat sie schon Unmengen von Batterieverbindungen gesehen, aber dennoch: es ist wie ein Zwang. Vielleicht finde ich doch etwas, was mich überrascht.

 

Neugierig auf Menschen und Beziehungen

Für mich als Frau der Farben und der Gestaltung ist Programmierung ein faszinierendes Mysterium. Eine andere Sprache, eine andere Welt. Im Chaos Computer Club treffen sich die „Nerds aus dem Keller“, wie Sarah sich selbst bezeichnet um miteinander Dinge zu bewegen. „Wir sprechen so viel miteinander. Es ist uns egal, ob jemand programmieren kann oder nicht – neugierig muss man sein.“ Hier laufen politische Themen (Datenvorratsspeicherung und Datenschutz) und technische Themen zusammen. Verbindungen sehen, wo sie nicht zu sehen sind. Das fasziniert Sarah. Und Menschen zu verbinden, voneinander lernen und gemeinsam Neues zu schaffen ist pure Neugier.

 

Braucht Neugier auch Augenhöhe?

Warum möchte ich von etwas mehr erfahren? Weil ich vermute, hier etwas zu lernen, das ich davor nicht wusste. Wenn ich frage um „meinen Horizont zu erweitern“ und sei es nur ein Rezept oder Tratsch, dann bin ich offen gegenüber dem anderen. Mein Gegenüber hat etwas, was ich nicht habe und da passiert etwas total Spannendes: wir sind auf Augenhöhe! Für einen kurzen Augenblick ist der Status Chef, Hilfsarbeiter, Kind, Eltern, Freund oder Feind gleich. Nie sind wir so offen, wenn wir über unseren Tellerrand wirklich drüber schauen wollen. Ist das nicht toll? Jede Antwort auf eine neugierige Frage ist ein Geschenk.

 

Neugierde: weil wir es können!

Was ist der Reiz, der Neugierde auslöst? Sarah meint: weil wir es können. Kolumbus konnte mit Schiffen sich übers Meer auf machen und einen neuen Weg suchen. Warum wollte er es: Ruhm, Reichtum, Neugierde und weil es halt geht. Warum wollen wir zum Mars fliegen: weil es geht. „Deshalb habe ich mich selbstständig gemacht: ich wusste, dass es geht.“

Und was wäre, wenn wir nicht mehr neugierig sind?

Dann existieren wir nicht mehr. Dies war bei unserem Mittagessen, bei dem ich Sarah zum Interview eingeladen habe, der Auslöser für meine Einladung. Sarah zitierte damals plötzlich Goethes Faust und ließ mich aufhören:

„… Daß ich erkenne, was die Welt
Im Innersten zusammenhält,
Schau‘ alle Wirkenskraft und Samen,
Und tu‘ nicht mehr in Worten kramen.“

Wenn wir nicht mehr neugierig sind, dann bleiben wir stehen.

Aber was hat das mit Goethes Faust zu tun: Dr. Faustos ist ein Gelehrter, hat alles studiert, was studiert werden kann, ist Doktor, Magister & Co

„Da steh‘ ich nun, ich armer Tor,
Und bin so klug als wie zuvor!“

Faust will mehr wissen, er will an den Kern des Lebens. So wie wir. Die einen wollen im ganz Großen wissen, aus was die Welt besteht und versuchen der Frage nach dem Kern (Elementarteilchen, Atomkerne, ionisierte Atome oder Moleküle) mit dem Teilchenbeschleuniger in Cern näher zu kommen. Anderen suchen den Kern in der spirituelle Erleuchtung, der Nächste befriedigt seine Neugier indem er seinen Körper zu Höchstleistungen wie einem Marathonlauf vorbereitet usw. Die Energie ist immer dieselbe:

  • Ich will wissen, ob es geht
  • Ich vertraue, dass ich es schaffen kann
  • Ich möchte ein Bedürfnis befriedigen

Aber wehe, wenn wir bequem werden…

Dann sind wir auch nicht mehr neugierig. In Goethes Faust Teil 1 erscheint Faust der Teufel (Mephistopheles). Er schlägt ihm einen Deal vor: ich zeige Dir, was immer du wissen willst und dafür bekomme ich nach deinem Tod deine Seele. Faust geht auf die Wette ein, denn wenn er nicht mehr wissen will, was die Welt zusammenhält, dann ist es für ihn gleich, ob er lebt oder nicht.

Werd ich beruhigt je mich auf ein Faulbett legen,
So sei es gleich um mich getan!
Kannst du mich schmeichelnd je belügen,
Daß ich mir selbst gefallen mag,
Kannst du mich mit Genuß betrügen –
Das sei für mich der letzte Tag!

Und er hat recht. Wenn wir gleichgültig sind, dann verlieren wir auch unsere Neugier. Wenn der Arbeitsdruck zu hoch wird, wir resignieren, gegen Mauern rennen, dann werden wir „stumpf“. Wir verlieren unsere Freude.

 

Jung und hungrig

Was ist der Unterschied zwischen einem Start-up und einem etablierten Unternehmen? Unternehmen, die schon länger am Markt sind haben mehr Erfahrung im Markt, haben funktionierende Abläufe und eigene Routinen. Was ihnen oft fehlt ist der Hunger nach Erfolg. Das zeichnet oft Start-ups wiederum aus: der unbedingte Wille es zu schaffen, sich zu zeigen. Hier gibt es kein „haben wir schon immer so gemacht“. Gerade neue Wege sind erfolgversprechend.

Aber wie bleiben wir hungrig, wenn vor uns ein All-you-can-eat-Buffet steht? Es gibt einen Spruch: „wenn die Maus satt ist, ist das Mehl bitter“. Damit will ich nicht anregen zu rationieren, sondern mehr einen vielfältigeren „Speiseplan“ zu finden. Wie soll das gehen? Findet eine Lösung, seid neugierig!

Kann zu viel Neugierde schaden?

Eine Zeit, die sehr geprägt war von Neugier war die Epoche des Neuhumnismus (ab 1750), die geprägt war von unzähligen Wissenschaftlern, Künstlern und Philosophen wie Schiller, Goethe oder Humboldt. Alle waren getrieben von ihrer Neugier. Vor allem Alexander von Humboldt war wohl so gepeinigt von seinem Wissensdrang, dass ihm nahestehende Personen um seine geistigen Gesundheit fürchteten (Quelle: Andrea Wulf „Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur“).

Wissen hat kein Ende und so ist auch die Neugierde unendlich. Es gibt zu jeder Antwort eine neue Frage: wieso, weshalb, warum? Ich bin Herrn Humboldt sehr dankbar, was er für uns alle geleistet hat, auch in Anbetracht unserer aktuellen klimatischen Situation, aber irgendwann ist auch gut. Zu viel Neugierde verursacht Stress. Vor allem sehen wir schnell den Zauber der erkannten Antworten nicht mehr. Derweil ist doch jede Erkenntnis, die wir haben eine eigene kleine Feier wert. Unsere Neugier kann uns schnell das Jetzt und Hier übersehen lassen.

Neugier braucht auch Pausen

Eine neugierige Phase im Leben und im Job braucht auch immer wieder eine Zeit der Ruhe. Das war Sarahs Antwort auf meine Frage: „Was brauchst du um neugierig zu bleiben?“. Und damit hat sie so recht. Wir brauchen eine Zeit, in der wir verarbeiten können, unser neues Wissen kombinieren und anwenden können. Diese Pause ist das kleine Geschwisterchen der Neugier, denn ohne diese Zeit kann uns all das neue Wissen nichts bringen und damit wird uns die Sinnhaftigkeit verloren gehen.

Warum hinterfragen, wenn ich die Antwort gleich „wegwerfe“ und nicht mit anderen teile. Genau hier wartet nämlich die Neugier der anderen Menschen: was machen diese wohl mit meiner Erkenntnis?

Neugier ist selbstverständlich und gleichzeitig selten

Wenn ich Menschen frage: bist du neugierig? Dann antworten die meisten Menschen mit ja. Wenn ich wiederum frage: bist du heute schon aktiv neugierig gewesen, dann reduzieren sich die Antworten.

Wenn ich frage: woran glaubst du liegt das? Dann höre ich oft, weil alles klar war, weil keine Zeit da war usw. Meist sind die Menschen dann betroffen.

Ich muss dazusagen, dass meine Umfragen sicher nicht repräsentativ sind, sondern eher intuitiv. Meiner Neugier reicht das in diesem Moment. Was ich aber gesehen haben ist, dass Menschen, die mit Menschen arbeiten viel öfters sich als „aktiv“ neugierig bezeichnen als andere.

Lasst uns doch alle wieder neugieriger werden.

Fazit: So weckst du deine Neugier. Ganz sicher!

Unsere Neugier wieder wachkitzeln ist gar nicht schwer.

  1. Offen sein: tritt offen anderen Menschen und Themen gegenüber.
  2. Vertiefe dein Wissen: auf Wissen folgen Fragen.
  3. Frag einfach: Hab keine Angst Fragen zu stellen.
  4. Auf uns selbst hören und uns reflektieren.
  5. Keine Angst vorm Scheitern: dumme Fragen gibt es nicht.
  6. Genau hinschauen: Ist der Baum wirklich nur grün?
  7. Inspiration holen: Biographien sind Neugier-Doping.
  8. Neue Wege gehen: Routinen durchbrechen.

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Wie du inspiriert produktiver wirst! So wird aus Frust und 08/15 eine geniale Idee.

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Kreativitäts-Methoden

Wir alle müssen und wollen ständig produktiv sein.

Wir wollen ja auch unsere Fußabdrücke in diesem Leben hinterlassen.

Wir wollen ja etwas erreichen, wir wollen ein Projekt zum Leben erwecken oder ein Problem lösen.
Aber so oft sitzen wir an unseren Schreibtischen und kommen nicht voran.
Derweil brennen wir für das Thema! Es ist genau unseres. Wir haben vielleicht sogar darum gekämpft diese Aufgabe zu erfüllen.

Aber alles was wir liefern ist Mist. Oder noch schlimmer: uns fällt nichts gescheites ein. Absolut nichts. Nada! Nothing!
Und wir wissen aber, dass da Etwas ist. Wir wissen, es ist da! Wir können es nur nicht greifen. Frust kommt auf. Selbstzweifel lauern um die Ecke.

Erste Strategie: Ort und Thema wechseln

Ich kenne das Problem sehr gut. Besonders wenn es sich um ein Thema dreht, das mir wichtig ist. Ich hätte doch so viel zu sagen. Letzte Woche war ich genau an diesem Punkt. Die Panik stieg schon langsam auf. Ein riesiger Berg an folgenden Aufgaben hat sich schon aufgetürmt und ich war kurz davor einfach diesen 08/15-Mist abzuliefern. Ich habe mich dann aber für einen Ortswechsel entschieden und habe mich mit jemandem zum Mittagessen getroffen.

Ein Impuls klopft an…

Ich habe mich mit einer Elektrotechnikerin und Mathematikerin getroffen. Irgendwie sind wir auf das Thema Inspiration gekommen (wen wunderts wo sich bei mir doch alles um Kreativität dreht ;-)) Sie erzählte mir, dass sie von fraktaler Geometrie inspiriert und beeindruckt ist. Sie hat mir versucht zu erklären, was sie damit meint. Ich bin kein mathematisch begabter Mensch, aber ich versuche es trotzdem zu erklären, denn was sie mir erzählt hat, hat in mir etwas an getriggert. Hat einen Impuls ausgelöst.

Fraktale geometrische Formen unterscheiden sich zu den „klassischen“ geometrischen Formen wie Kreis, Dreieck & Co. Denn je mehr ich fraktale Formen vergrößere, also je näher ich mich an sie heran zoome, umso mehr Einzelheiten und ähnliche Varianten kann ich entdecken. Ein sich unendlich wandelndes Gebilde. Und das erinnert mich an unseren Ideen und Gedanken. Wenn wir uns einem Gedanken hingeben und einem Impuls folgen, kommen wir zum Nächsten und wieder zum Nächsten. Unser Gehirn lässt unzählige Gedankenkombinationen zu. Ich muss es nur zulassen. Es entsteht ein undendliches Gebilde.

Inspiration ist ein Motivations-Boost

Was war also mein Problem. Ich war nicht inspiriert. Und das ist eine andere Variante von „ich bin nicht motiviert“ und ganz drastisch „ich habe keinen Bock!“, was in frustrierter Resignation endet. Wir recyceln Gedanken und drehen uns im Kreis. Was jetzt hilft ist ein Impuls, ein Anstoß von außen, der uns wieder einen Sinn gibt, hinter dem wir stehen können. Ein WHY, für das wir losgehen können und uns zeigen können.

Gedankenblitz: der Schlüssel zu unserem Wunderhirn

Dieser externe Impuls lässt uns kurz innehalte, triggert in uns einen Gedanken, eine Erinnerung und Ahnung. Und schon können wir über die Schwelle zu unserer persönlichen Schöpferkraft unserem Wunderhirn treten. Wenn wir uns jetzt nicht bremsen, dann kann ein Feuerwerk losgehen.

Jetzt bloß nicht bequem und ängstlich werden

Was wir in unserem reichen Schatz von Ideen und Gedanken finden ist vielleicht total unpassend und führt nicht zum Ziel. Wenn wir aber unserem Instinkt trauen und uns nicht bequem zurücklehnen, dann ist vielleicht das genau der richtige Weg. Natürlich kann das ein Umweg sein, aber egal, wer weiß, wo er hinführt?!

Was ist denn so ein Anstoß: die Anatomie der Inspiration.

Je länger ich mich mit Inspiration beschäftige, umso mehr Formen nimmt sie an.

  1. Der Impulsblitz:
    Es gibt Impulse, die uns wie Blitze treffen. Sie tauchen plötzlich in unserem gedanklichen Sichtfeld auf. Manchmal bleiben sie auch und wir können sie in Ruhe betrachten. Andere verschwinden wieder oder bleiben in unserem gedanklichen Sichtfeld ganz am Rand. Wir können sie erahnen, aber sehen sie nicht. Jeder kennt das, diese Ahnung, der wir angestrengt hinterhertasten.
  1. Der ständige Begleiter:
    Andere Inspirationen sind lang wie Bänder und ziehen sich oft seit langer Zeit durch unser Bewusstsein. Wir nehmen sie immer wieder auf, sie lassen uns innehalte und werden zu liebenswerten Bewohnern. Diese Impulse sind oft mit Sehnsüchten verbunden, die wir manchmal gar nicht auf dem Schirm haben. Es würde sich aber lohnen denen nachzugehen.

Vorbilder und Sehnsüchte

Zu diesen Inspirationen, die uns oft lange begleiten gehören Vorbilder. Menschen, ganz egal ob fiktive, also erfundene Personen oder reale Personen, die uns beeindruckt haben. Irgend eine Leistung, ein Ziel, ein Charakterzug, der uns anspricht und dem wir nacheifern wollen. Das können ganz offensichtliche Vorbilder sein wie Michelle Obama, Vivienne Westwood oder Mutter Theresa.

Was uns meist aber noch mehr berührt sind Menschen, die uns aus unerfindlichen Gründen beeindrucken. Mich hat z.B. eine Serienfigur aus den 80er Jahren tief inspiriert. Lange wusste ich nicht, warum gerade diese Ballerina (ich habe gar nicht getanzt) es mir so angetan hat. Mit eisernem Willen hat sich das Mädchen zu einer professionellen Ballerina hochgerackert. Sie hat kalte Ballettlehrerinnen überstanden und trotz blutender Füße weitergetanzt. Sie hat sich immer wieder beweisen müssen, um in Ballett-Companies aufgenommen zu werden und hat sie bis zur Erschöpfung trainiert. Was mich so inspiriert hat, war der unbedingte Wille, in eine besondere Riege aufgenommen zu werden.

Was war das, weshalb diese Szenen immer wieder in meinen Gedanken auftauchten? Ich wollte auch Aufnahmeprüfungen machen und unter die besten 20 gehören. Wenn ich es mir recht überlege, war das mein Hauptantrieb, um Design studieren zu wollen. Dieses Gefühl hat mich angetrieben 12 Monate an meiner Mappe zu arbeiten und alles auf eine Karte zu setzen. Als meine Mappe am Ende von 300 Mappen zu den 20 finalen gehört haben, war ich selig.

Vorbilder sind also auch immer Sehnsüchte. Frag dich doch mal welche Sehnsucht hinter deinen Vorbildern steckt? Weshalb triggert dich diese Person?

Wissen ist unendlich teilbar

Ähnlich wie die fraktale Geometrie anfangs verhält es sich auch mit dem Wissen. Mehr Wissen macht uns neugierig auf mehr. Je mehr ich mir anlerne, umso mehr Fragen habe ich. Wissen ist aber auch emotionales Wissen, das ich empathisch und sensibel in mir anhäufe. Gerade hochsensible Menschen haben einen riesigen Fundus an emotionalem Wissen. Nutze diese Superkraft!

Soziale Interaktion oder unterhalte dich einfach!

Offen für neue Informationen sein ist ein wichtiger Baustein für kreative Persönlichkeiten. Ich will meinen, dass jedes Gespräch, das ich interessiert mit anderen Menschen führe mich irgendwie inspiriert. Wenn wir uns unterhalten wollen wir uns zeigen. Nimm das Geschenk an. Folge einfach der Welt der anderen und tauche ein. Das Universum schickt uns doch immer den richtigen Impuls zur rechten Zeit, oder nenn es Synchronizität.

Einfach mal was anderes tun

Intuitiv machen wir das eigentlich immer. Nur erlauben wir es uns oft nicht. Reiß dich zusammen, das geht schon. Oder du musst ja fertig werden. In der Zeit, in der du dich zwingst wäre dir an einem anderen Ort schon längst ein guter Gedanke gekommen. Mein liebstes Beispiel ist das Tee-Kochen. Einfach mal in die Teeküche gehen, Wasser zum Kochen bringen, auf das Sprudelgeräusch des Wassers hören, die warme und feuchte Luft über dem Kessel einatmen, riechen. Die Teeblätter riechen, die Farbschlieren im Wasser beobachten usw. Das ist genau das Milieu in dem sich Inspirationen und Impulse zeigen und aus denen Du Ideen wachsen lassen kannst.

Fazit: Inspiration ist pure Gold!

  • Wenn wir inspiriert sind, dann sind wir auch motiviert und sehen einen Sinn. Auch wenn es nur unser persönlicher Sinn ist. Hauptsache er hilft uns, die beste Version von uns selbst zu sein
  • Wenn wir offen für Neues sind, dann wartet der entscheidende Impuls ganz sicher um die Ecke auf uns
  • Wenn wir unseren Gedanken „hören“ und ihnen folgen, dann kommen wir auch ans Ziel. Vertraue dir und der schöpferischen Kraft deines Gehirns, Herzens und Seele.
  • Sei bereit etwas wirklich neues zu schaffen und genieße den Prozess.

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Na, was geht dir durch den Kopf?

Schreibe mir doch, was deine Impulse im Leben sind.

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Querdenken: Wie Du im Beruf kreativer wirst – und warum wir das gerade jetzt brauchen

Querdenken: Wie Du im Beruf kreativer wirst – und warum wir das gerade jetzt brauchen

Kreativitäts-Methoden

Mensch, warum ist mir das nicht eingefallen?

Immer haben die Anderen die guten Ideen und ich drehe mich im Kreis!

Kennst du das? Auf Kopfdruck einfallsreich und kreativ sein ist oft so schwer. Querdenken, komplexe Probleme lösen, einfallsreich sein, auf neue Ideen kommen, innovativer denken. Das alles ist KREATIVITÄT. Laut einer Studie des World Economic Forum von 2016 gehört Kreativität, nach kritischem Denken und Lösen von komplexen Probleme zu den Top 10 Fähigkeiten für den Beruf von morgen. Anfang 2019 hat das WCE Kreativität an Platz 1 gerückt.

Aber was heißt denn eigentlich kreativ sein? Sind wir nicht alle kreativ? Das braucht doch niemand.

Kreativität hat doch nichts mit meinem Beruf zu tun.
Oder etwa doch?

Unter Kreativität verstehen wir alle dasselbe und gleichzeitig etwas total Unterschiedliches:

  • Basteln, malen und DIY im privaten Umfeld
  • Künstler, Maler, Autoren und Filmemacher
  • Wissenschaftler, Programmierer und Forscher
  • Innovationsunternehmen und Start-ups
  • Kreativ-Branche und Werbung

Alle haben Recht: wer kreativ arbeitet und denkt, löst Aufgaben auf eine neue Art. Nämlich die eigene Art. Egal wie groß oder klein das Problem ist. Und vor allem mit voller Überzeugung und Freude!

Kreativität:
hier sind wir besser als künstliche Intelligenz und Maschinen

Unsere Welt ändert sich rapide. Viele Berufe gibt es bereits nicht mehr und alltägliche Probleme werden von digitalen Systemen für uns gelöst.  Egal ob privat oder wirtschaftlich: wir werden alle aktiv einfallsreicher und intuitiver werden MÜSSEN. Die Digitalisierung zwingt uns dazu! Alles wird einheitlicher und von globalen Giganten beherrscht.

Gerade jetzt ist die Zeit, dass wir uns täglich neu erfinden können! Ganz gleich, ob Unternehmen oder Privatpersonen: kreativ Denken und Handeln beflügelt uns, lässt uns wachsen und gibt uns einen Sinn! Auch wenn künstliche Intelligenz kreative Werke nachahmen können, den Kern der menschlichen Schöpferkraft wird unberührt bleiben. Unsere persönliche Kreativität, unser empathisches Fühlen und unsere Intuition sind unersetzlich!

Die gute Nachricht ist, dass wir alle schon bewiesen haben, dass wir hoch kreativ sind. Wir müssen nur zurück in unsere Kindertage gehen. Ist es uns früher schwergefallen, Geschichten und tolle Zaubermaschinen auszudenken? Als Kind waren wir alle unglaublich kreativ. Wir haben es nur verlernt.

Müssen wir alle kreativen Genies werden, um uns zu behaupten?

Nein! Wir können gar nicht unkreativ sein. Jede Idee, die wir haben ist pure Kreativität. Wir lösen damit die Aufgaben unseres Alltags. Und je einfallsreicher wir sein können, umso mehr erfüllt es uns mit Freude. Per Definition ist Kreativität die Fähigkeit, etwas zu erschaffen, was neu oder originell und dabei nützlich oder brauchbar ist.

Die Wissenschaft unterscheidet zusätzlich zwischen der alltäglichen Kreativität, auch „Small Creativity“ genannt und der außergewöhnlichen Kreativität, der „Big Creativity“.

Alltägliche Kreativität:
Alles was unseren Alltag bunter und spannender macht: kochen, basteln, einen Garten anlegen, berufliche Kreativität von Designer und Technikern. Ideen, die wir erschaffen, weil wir uns auskennen und etwas können. Die alltägliche Kreativität ist bunt, frei, lebendig, radikal. Kreativ ist das Leben!

Außergewöhnlichen Kreativität:
Darunter verstehen wir die kreativen Leistungen, die einzigartige Ergebnisse liefert, Probleme löst und wirklich Neues schafft: eine einheitliche Gesellschaftsform, blaue Pferde, Raum-Zeit-Theorien, und fliegende Metallbienen. Außergewöhnlich kreative Menschen sind hoch intelligent, haben einen großen Wissensschatz und sind unglaublich fleißig.

Das hört sich sehr anstrengend an! Damit wir fit für die Zukunft sind, müssen wir alle außergewöhnlich Kreativ werden?

Und wie soll ich dann bitte kreativ und fit für die Zukunft werden?

Zum Glück gibt es nicht nur schwarz und weiß! Zwischen Hobby und Genie finden sich unzählige Abstufungen und fließende Übergänge. Und sowohl Small C und Big C haben dieselben Bausteine:

  • Begabungen
  • Neugier
  • Wissen
  • Können
  • Motivation (intrinsisch, aus einem inneren Antrieb)
  • unterstützende Umgebung

Grundsätzlich gilt: wir sind kreativer, je mehr wir allgemein wissen und je besser wir etwas können. Leider sind aber genau die beiden Bausteine „Wissen“ und „Können“ die, die uns davon abhalten wirklich einfallsreich zu sein. Vor lauter Wissen haben wir dann „ein Brett vorm Kopf“. Wir denken immer in den gewohnten Bahnen.

Deshalb sind die Bausteine „Neugier“, „Motivation“ und „unterstützende Umgebung“, die wirklich wichtigen. Wir fantasieren und finden neue Lösungen, wenn wir von etwas fasziniert sind und uns persönlich mit unserer ganz eigenen Gedankenwelt einbringen. Und richtig gut sind wir, wenn wir uns sicher und anerkannt fühlen.

Und genau hier hakt es in der Realität: tatsächlich schämen sich die meisten Menschen ihre ungewöhnlichen Ideen zu nennen. Zu groß ist die Angst ausgelacht und belächelt zu werden.

Wollen wir wirklich kreativ und einfallsreicher sein?
Theoretisch ja!

Kreativität ist im Berufsleben theoretisch gewünscht. Praktisch wird sie aber nicht gelebt. Ergebnisse schafften und effizient sein: erst mal nach Plan arbeiten und dann, wenn noch Zeit ist, können wir noch neue Ideen finden. So sieht es häufig im Berufsleben aus. Zu riskant ist das Ergebnis: Wenn ich erst mal anfange ideenreich und quer zu denken, dann weiß ich nicht was am Ende herauskommt. Es ist eine Reise ins Ungewisse und die braucht mutige Abenteurer mit einem neugierigen und schöpferischen Mindset. Und das gehört nur uns. Jeder ist für seine geistige Haltung selbst verantwortlich. Ausreden funktionieren da nicht.

Das einfache Rezept für neue Ideen:
Fantasie!

Als Kind haben wir sagenhafte Welten und Maschinen erfunden. Spielend, singend und tanzend haben wir unsere Welt erobert – nichts war unmöglich.

Bis wir einem Erwachsenen von unserer magischen Keksmaschine auf dem Mars erzählt haben. Hat dessen Vorstellungskraft nicht ausgereicht, wurden wir durch seinen verständnislosen Blick demotiviert. Oder schlimmer noch: Mit Fakten wurde uns gezeigt, dass es nicht möglich sein soll. Wenn wir daran denken, macht uns das traurig. Aber mal ganz ehrlich: machen wir das nicht alle ständig? Demotivieren wir mit realistischen Einwänden nicht häufig Andere?

Unsere Fantasie beflügelt unsere Gedanken, sie ist in Form von Tagträumen unsere persönliche Auszeit vom Alltag. Wir lassen uns so gerne von Hollywood & Co einladen, die Tagträume Anderer zu folgen. Manche unserer Tagträume sind nah am Alltag, manche schier unerreichbar. Aber wer weiß? Vielleicht ist es doch möglich! Wenn ich dies mache und jenes kombiniere, dann könnte….

Fantasie treibt unser divergentes (vielschichtiges) Denken an. Ohne Fantasie gibt es keinen Fortschritt, keine Innovation. Lasst uns unsere Phantasie feiern und zum festen Bestandteil unseres Alltags werden. Beweisen, nachrechnen und verbessern können wir auch später noch.

Ideen-Blockade:
Wenn wir uns nur nicht immer schämen würden

Was sagen denn dann die Kollegen? Oder, das muss ich doch erst beweisen können. Und schon begrenzen wir uns… Sind blockiert und trauen uns nicht einfach „loszuspinnen“. Jedes Mal, wenn unsere frischen Ideen als unwichtig und uninteressant abgetan werden, baut sich unsere innere Wand aus Blockaden weiter auf. Wir müssen lernen, all das, was wir in der Schule gelernt haben über Bord zu werfen und einfach weiter zu träumen.
Wenn es dich interessiert lies hier weiter: „Wie wird mein agiles Team kreativer“

Brauche ich eine besondere Ausbildung, um kreativ zu sein?

Ja und nein. Menschen die allgemein als kreativ gelten wie Künstler, Musiker oder Schriftsteller zeichnen sich durch einen inneren Drang zu erschaffen aus. Und sie lieben es sich auszudrücken. Durch die Ausbildung haben sie sicherlich auf entsprechende Fertigkeiten erlangt und wissen, was sie machen müssen, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.

Menschen in kreativen Berufen haben durch ihre Ausbildung oft eine offene Geisteshaltung. Besonders musische Berufsgruppen oder geisteswissenschaftliche Bereiche fördern einen offenen Blick in die Welt. Aber wie schon in der Schule, sind es meist die musischen Fächer, die die kindliche Kraft des Erfindens „erlauben“ und persönlichen Interpretationen fördern. Belächelt und als unwichtig abgetan, stehen diese Fächer leider hinter „Hauptfächern“ wie Mathematik & Co. Dabei bieten gerade die „anstrengenden“ Fächer wie Deutsch, Mathematik, Wirtschaft und Physik eine riesige kreative Spielwiese.

Neugier:
Kreativität ist offen für Neues

In dem weithin anerkannten Modell der Persönlichkeitspsychologie „Big Five“ werden fünf Eigenschaften unterschieden.
Jede unserer persönlichen Eigenschaften setzt sich aus diesen fünf Hauptdimensionen zusammen.

  • Offenheit für Erfahrungen (Aufgeschlossenheit),
  • Gewissenhaftigkeit (Perfektionismus),
  • Extraversion (Geselligkeit),
  • Verträglichkeit (Rücksichtnahme, Kooperationsbereitschaft, Empathie) und
  • Neurotizismus (emotionale Labilität und Verletzlichkeit)

Diverse Studien zeigen, dass besonders die Eigenschaft „Offenheit für Erfahrungen“, also neugierig sein, viele kreative Menschen vereint. Da sich unsere Persönlichkeit immer aus allen fünf Eigenschaften zusammenfügt, sind wir alle ausgeprägter oder weniger ausgeprägt kreativ. Yupiiiie!!

Alt bekanntes in Frage zu stellen, Glaubenssätze über Bord werfen und querdenken macht eine kreative Persönlichkeit also aus. Je kreativer wir sind, umso weniger konform wollen wir uns verhalten. Für viele ist gerade das die größte Herausforderung an der Kreativität: neue Wege gehen bedeutet, bekannte zu verlassen und sich von der Gruppe zu entfernen. Die Angst nicht konform zu sein hindert viele daran kreative oder „verrückte“ Ideen zu äußern. Anpassung und Wertschätzung hält unsere Gesellschaft nun mal zusammen. Und da sind wir wieder am Punkt der Scham.

Irritieren:
Kreative Störgeister fördern

Kreativität ist von Natur aus, wie der Fluchtinstinkt, eine Eigenschaft, die unseren Vorfahren das Überleben gesichert hat. Aus der Not entstanden große Erfindungen. Gerade wenn Ressourcen fehlen werden wir besonders erfinderisch. Ich denke gerne an die Szene in „Apollo 13“, in der Ingenieure das begrenzte Material der Astronauten im All zur Verfügung gestellt wird und diese in kürzester Zeit eine schier unlösbare Verbindung zwischen zwei Luftfiltern finden mussten, um die Astronauten im All zu retten. Not macht eben erfinderisch.

Neben Grenzen brauchen wir aber auch radikale Mitmenschen, die uns fördern und durch ihre störende Art unterstützen, um über unseren Tellerrand hinauszuschauen. Wir brauchen also um kreativer zu werden Störungen, Situationen oder Menschen, die uns triggern. Nicht umsonst können Innovations-Team nur dann gut arbeiten, wenn sie kreative, fachfremde und radikale Denker mit an Bord haben. Als Kreativitäts-Coach fordere ich technische Produktentwicklungs-Teams durch meine „technikfremde“ und künstlerische Arbeitsweise. Je irritierter und faszinierter sie von meiner Sicht sind, umso besser befreien sie sich aus ihrem Alltagskarrusell.

Dusche, Klo und Auto:
Intuitive Ideen und der kreative Flow

Wann hast du deine besten Ideen? Wann ist der kreative Knoten geplatzt und es ging los, das magische Kopfkino? J.K. Rowling berichtet vom meditativen Zugfahren, Woody Allen hat seine besten Ideen unter der Dusche, andere kreative Köpfe auf dem Klo oder im Bett. Entscheidend ist nicht der Ort, sondern dass wir etwas machen, dass wir ohne zu denken tun. Die Gedanken können vor sich hintreiben, während unser Körper einfach nur funktioniert. Unser schöpferischer Geist kann ungehindert auf unseren Wissensschatz, unsere Träume und Gefühle zurückgreifen und aus dem Vollen „schöpfen“. Wir handeln und kombinieren intuitiv, sind im Flow ohne zu werten oder zu hinterfragen. Das geht aber nicht auf Bestellung.

Die einfachsten Strategien sind:

  • Spazierengehen
  • Meditieren
  • Lesen
  • Schreiben

Als strukturierte Menschen ist gerade der Zustand des „Flows“ fast schon mystisch. Zum Glück ist er meistens nur „um die Ecke“ und muss nur aktiviert werden.

Kreativitätstechniken:
Wichtig und voll unwichtig!

Das Geheimnis von Leonardo DaVincis Kreativität liegt in seinem riesigen Wissensschatz und seiner handwerklichen Fähigkeit. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass mehr Wissen zu mehr kreativen Ideen führt. Wenn wir in die Gedanken von Anderen eintauchen, können wir diese mit unseren verschmelzen und Neues schaffen. Kombiniert mit konkreten Regeln und Methoden steigern wir unser kreatives Potenzial deutlich und werden produktiver.

Aber einfach nur Design Thinking Workshops zu besuchen wird nicht ausreichen. Die persönliche Kreativität braucht eine solide Grundlage. Und die sieht bei jedem anders aus. Das ist der Grund, warum Kreativitätstechniken häufig nicht funktionieren.

Brainstorming, Rollenspiele und künstlerische Kreativmethoden

Die Mutter aller Kreativitätstechniken ist das Brainstormen: gemeinsam versammeln wir uns um das Lagerfeuer und teilen unsere Gedanken, lassen uns durch die Gedanken Anderer inspirieren und entwickeln gemeinsam viele Ideen und Ansätze. Viele Methoden, wie Mindmapping, 635-Methode, Pinnwand-Methoden usw. basieren auf dem Brainstorming.

Eine weiter Methodengruppe beruht auf der Technik des Rollenspiels: Walt-Disney, 6-Hüte usw. Dabei nehmen Teilnehmer jeweils Rollen oder Perspektiven ein, um eine Aufgabe zu beleuchten. Eine dritte und sehr persönliche Methodengruppe ist die künstlerische oder gestaltgebende: Farben assoziieren, Zeichnen, Bildmetaphern und Kneten. Hört sich nach Kindergarten an? Ist aber sehr effektiv, da sie freies Assoziieren und intuitive Aspekte vereinen.

Kreative Routine entwickeln

Als weitere wichtige Methode im weitesten Sinne bezeichne ich eine kreative Routine. Bewusste Pausen und Unterbrechungen, die nach einem bestimmen Muster täglich praktiziert werden. Eine der bekanntesten und gleichzeitig eine sehr ungesunde ist die Raucherpause. Schönere und weitaus gesündere Routine ist z.B. das Kochen von Tee: Bewusst miterleben, wie das Wasser sich erhitzt, zusehen, wie die Dampfbläschen aufsteigen, den Geruch des trocken Tees wie ein Rekorder wahrnehmen, die Luftveränderung, wenn der Tee aufgegossen wird, die Farbschleier des Tees im klaren Wasser… Genauso eignen sich Routinen, wie ein kurzer Gang aus dem Büro: das Wahrnehmen der Temperatur, der Geräusche usw.

Räume:
Kommt es auf eine kreative Umgebung an?

Bei Kreativitäts-Coachings in Unternehmen wird oft eine kreative Location für den Workshop und das Coaching vorgeschlagen oder Menschen möchten in meinem Atelier mit mir arbeiten. Ich kann das gut verstehen. Eine schicke Start-up-Umgebung oder eine trendy „Innovationsfactory“ ist eine willkommene Abwechslung vom Alltag und markiert einen Neuanfang. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass kreative Veränderungen gerade im Alltag wachsen müssen und deshalb am besten in der gewohnten Umgebung trainiert werden. Im Kreativitäts-Coaching können kreative Anteile in uns aktiviert werden und hemmende Glaubenssätze und Blockaden betrachtet werden. Und mit diesen sind wir vor allem im Alltag und in der gewohnten Umgebung konfrontiert.

Am Ende ist die kreative Umgebung nämlich das Klima am Arbeitsplatz, das Vertrauen in die Kollegen und Chefs oder im Privatleben die Familie und Freunde.

Mit Umgebung ist aber auch das Milieu, die Kultur gemeint. Ein Kind verliert sein kreatives Potenzial schnell, wenn es nicht beachtet und wertgeschätzt wird. Genauso ist es auch für Mitarbeiter eines Unternehmens schwer, kreativ zu denken, wenn kein offenes und wertschätzendes Klima herrscht. Eine kreative Unternehmenskultur oder Familienkultur beginnt immer mit der Führung: ermutigen, vorleben und fördern.

Fazit:
Ich bin selbst für meine Ideen verantwortlich.

Ich sage nicht, dass es einfacher ist kreativer zu werden. Da Kreativität unendlich ist stellt sich natürlich auch die Frage: was ist kreativer. ABER: Du kannst deine Einstellung zum ideenreichen und bunten Denken ändern.
Diese Bausteine ermöglichen ein einfallsreiches und kreatives Denken:

  • Ein offenes Mindset (Geisteshaltung)
  • Ein Ja zur Phantasie
  • Keine Angst vor Zurückweisung und Scham
  • Wissen und Neugierde
  • Irritation
  • Intuition
  • Ein wohlwollendes Umfeld

Alles hat mit uns selbst zu tun. Unsere intuitive Kreativität zu fördern, stärkt in erster Linie unsere mentale Gesundheit und unsere Persönlichkeit. Der Impuls kreativer werden zu wollen kann von einem Unternehmen ausgehen, die wirkliche Veränderung muss aber jeder persönlich übernehmen.

Unsere kreative Superkraft stellen wir nur dem Unternehmen zur Verfügung. Sie gehört uns alleine und erfüllt unser Leben.

Du möchtest noch mehr erfahren? Auf meinen Seiten Kreativität und Coaching gehe ich genauer auf mein Angebot ein.

Ich hoffe, ich konnte dir mit meiner Erfahrung weiterhelfen.

Mach dich sichtbar!

Habe ich dich neugierig gemacht?

In meinem Kreativitäts-Coaching können wir gerne in Ruhe über deine Themen sprechen:

  • arbeite bunter und leichter
  • handle vielfältig, finde neue Ideen und denke bunt
  • aktiviere deine eigene Art zu arbeiten
  • nutze deine Feinfühligkeit
  • zeig, was dich einzigartig macht und bereichere damit deine Welt.

Ich glaube an die Kraft deiner persönlichen Kreativität! Für ein glückliches Leben!

Deine Verena

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Warum Intuition bei guten Interviews so inspiriert – die 3 Phasen von intuitiven Interviews

Warum Intuition bei guten Interviews so inspiriert – die 3 Phasen von intuitiven Interviews

Kreativitäts-Methoden

Dieser Artikel ist für dich interessant, wenn Fragen und Neugierde zu deinen wichtigsten Inspirationsquellen gehören.

Inhalt dieses Artikels:

Ein Hoch auf die Intuition

Zur Zeit mache ich eine Umfrage zur persönlichen Kreativität. Darin beschäftige ich mich mit der Frage, wie wichtig Kreativität für die Zukunft sein wird. Und ich spreche natürlich mit vielen Menschen darüber. Unter anderem mit einem guten Bekannten, der in meiner Karriere seit 18 Jahren immer wieder in Erscheinung tritt. Er hat schon einige führende Posten innegehabt und seiner Meinung nach wird Kreativität in einer disruptiven Welt (in einer sich extrem wandelnden Welt) von enormer Wichtigkeit sein. Eine Kreativität, die nicht auf Methoden aufgebaut ist, sondern die persönlich und natürlich in der einzelnen Person erwächst. Innerlich habe ich gejubelt, denn wir sind mal wieder einer Meinung. Kein Wunder also, dass er zum aktuellen Zeitpunkt wieder in meiner beruflichen Laufbahn auftaucht. Danke Universum 😉

 

Wenn Fragen in einer kreativen Sackgasse stecken

Aber ich habe auch bemerkt, dass Umfragen und Interviews eben doch ganz unterschiedlich funktionieren. Besonders bei online-Umfragen fehlte mir immer irgendwas. Da ich über das Thema „Interview und Umfrage“ einen Blogbeitrag schreiben wollte, drehten sich beim Mittagessen in einem Bistro meine Gedanken immer wieder um das Thema Kreativität und was mir bei den Ergebnissen fehlte. Den ganzen Tag hatte ich schon nach einer sinnvollen Antwort und einem „Aufhänger“ gesucht. Ich steckte in einer kreativen Sackgasse fest. Wie konnte ich die beiden Themen interessant in einem Beitrag verbinden?

Als ich meinen Falafel so vor mich hin gekaut habe, fiel mein Blick auf eine Gruppe von vier Männern. Diese Gruppe hatte eine ganz eigene Dynamik. Sie erinnerten mich in einer gewissen Weise an die Gefährten aus „Herr der Ringe“: ein Heeresführer (im Potcast habe ich ihn König genannt), ein Zwergenkönig, ein Ritter und ein junger Hobbit. Ihr Kleidungsstil ließ mich auf irgendeine technische Berufsgruppe tippen. Da ging mir ein Gedanke durch den Kopf: „Was denken wohl diese Männer, welche von ihren Fähigkeiten sie für die Zukunft benötigen werden“.

Intuition ist der beste Ratgeber

Meine Intuition sagte mir, frag doch einfach! Und ich verlasse mich sehr gerne auf meine Intuition. Noch nie hat sie mich fehlgeleitet. Ich habe immer auf dem Weg tolle und unerwartete Dinge entdeckt, auf die ich sonst nie gekommen wäre.

Wenn ich meinem Gefühl folge dann:

  • bin ich ganz offen für alles, was da kommt
  • bin ich unvoreingenommen.
  • bin ich frei von Erwartungen.
  • mache für andere einen Raum auf, in dem sie sich frei bewegen können.

Also habe ich gewartet, bis sich eine Gesprächspause bei den Herren ergeben hat und bin dann zu ihnen rüber gegangen. Ich habe mich höflich vorgestellt: „Guten Tag, ich bin Verena Mayer-Kolbinger, Künstlerin und Kreativ-Coach. Ich inspiriere und irritiere Menschen, um Kreativität sichtbar zu machen. Und Sie haben mich zu einer Frage inspiriert.“ Die vier haben mich ungläubig angeschaut, aber zeigten keine ablehnenden Gesten.

 

3 Phasen des Interviews

Der nun folgende Verlauf des Gesprächs, bzw. Interviews ist in einer gewissen Weise typisch. Immer wieder kann ich diesen Verlauf beobachten. Ich gliedere diesen in Phasen, die ich bei mir und meinen Interview-Partnern beobachten kann:

1. Phase im intuitiven Interview

Beim mir:
Ein aufregendes und prickelndes Gefühl breitet sich in mir aus, denn ich weiß nicht was kommt.
Hilfreich: Ruhe bewahren und den gestellten Fragen Raum lassen.

Bei meinem Interview-Partner:
Unsicherheit wird durch Insiderwitze überspielt.
Hilfreich: Auch hier Ruhe bewahren. Die Ruhe des Fragenden wird die Befragten ebenfalls erfassen.

2. Phase im intuitiven Interview

Bei mir:
Offen aufnehmen. Auch wenn die Antworten erfreulich oder irritierend sind, versuche ich meine Gefühlen den befragten Personen nicht zu zeigen.
Hilfreich: sei wie ein Rekorder und nimm auf und beobachte. Gerade Gesten und Interaktionen zwischen den Befragten sagen sehr viel.

Bei meinem Interview-Partner:
Es kommen ernsthafte Antworten auf Fragen, wenn sie sehen, dass der Fragende nicht auf Witze eingeht.
Dann heißt es Raum für jeden lassen. Als Fragende kann ich moderieren und jedem die Möglichkeit geben zu sprechen. Dabei ist es wichtig zu beobachten, wann die befragten Personen soweit sind.
Hilfreich: Sei dir deines Status bewusst: du bis die Initiatorin, der Initiator. Deine Aufgabe ist es, jedem eine Bühne zu geben.

3. Phase im intuitiven Interview

Bei mir:
Wenn jeder seine Antwort gegeben hat ist es wichtig zu beobachten, wann „das Maß voll ist“. Besonders bei Interviews, die ungeplant gehalten werden, versuche ich Wertschätzung zu zeigen, indem ich die Zeit meiner befragten Personen nicht überstrapaziere. Es ist an mir das Ende einzuleiten.
Hilfreich: Ich kommuniziere das gerne sehr offen. Ich bedanke mich und deute an, dass mir das schon sehr geholfen hat. Jetzt kann ich selbst erfühlen, ob da noch was kommt….

Bei meinem Interview-Partner:
Oft erlebe ich eine Mischung aus Erleichterung und Neugierde. Der Impuls, dass die Befragung sich dem Ende neigt wird immer positiv angenommen. Manchmal stellen die Befragten dann mir Fragen zu meinem Warum. Andere nehmen den angebotenen „Schluss“ gerne an.
Hinweis: achte darauf, dass die Befragten sich nicht abgeschnitten fühlen. Wenn ich spüre, dass die Befragten abgeschlossen haben ziehe ich mich sofort zurück, um keine Aufforderung zum weiteren Gespräch zu erzwingen. Wenn sich dieses ergibt gerne.

Dein Gespür und Unterbewusstsein sind gute Begleiter bei Interviews

Im Anschluss an das Gespräch bin ich zurück zu meinem Platz und habe mir Notizen gemacht. Diese schreibe ich immer einfach so runter. Gerade so, wie sie aus mir und meinen Gedanken fließen. Auf diese Weise kann ich alles erfassen: meine bewussten und unterbewussten Wahrnehmungen. Ich schreibe ohne Punkt und Komma und ohne zu zensieren. Ich möchte nicht bewerten und möchte auch die Metaebene eines Gesprächs für mich nutzen können. Diese ist sicherlich nicht bei jedem Interviewziel (z.B. zu Research Fragen) wichtig, mich als empathischen Menschen interessiert sie aber. Zurück im Büro kann ich sie dann ordentlich ins Reine bringen: ohne Rechtschreibfehler & Co.

Meiner Intuition habe ich schon immer vertrauen können. Ich weiß nicht woher diese innere Stimme kommt, aber sie meint es gut mit mir. In diesem Fall hat sie mich zu diesem Interview geführt. Und ich bin davon überzeugt, dass wenn ich mit aufrichtiger Neugierde frage auch immer gute Antworten bekomme. Mit dieser inneren Haltung spürt mein Gegenüber, dass ich, bzw. meine Frage es wert ist beantwortet zu werden.

Wertschätzung und Dankbarkeit bei Interviews

Ich selbst sehe Fragen als Geschenk an. Sie geben mir die Möglichkeiten, auf ein Thema auf eine ganz neue Art zu schauen. Während meiner Ausbildung zum ganzheitlichen Coach war meine größte Lernaufgabe neutral zu Fragen zu stellen. Also ohne den Klienten in eine bestimmte Richtung zu drängen. Ich war es so gewohnt zu verkaufen, dass ich auch beim Befragen von Klienten immer eine „Richtung“ kontrollieren wollte. Für mich ist die Fähigkeit fragen ohne eine Erwartung dem Gegenüber zu spiegeln, die größte Errungenschaft, die ich in meiner Ausbildung erlangt habe. Deshalb ist mir eine wertschätzende Haltung sehr wichtig: für die fragende und die befragte Person. In meinen Augen können beide Parteien nur gewinnen.

 

Fragen bereichern unser Leben

Wenn wir unserem Gegenüber eine Frage stellen, eröffnen wir diesem eine neue Welt. Natürlich gibt es genügend Menschen, die sich gerne nur um sich und ihr Angebot drehen. Dennoch ist jede Frage auch eine Chance zu einem Positionswechsel. Und als Fragesteller werde ich mit neuen Einsichten belohnt, wenn ich mir die Mühe mache wirklich interessiert zu fragen.

Insensibilität vermeiden: Fragen bedeutet auch Verantwortung zu übernehmen

Mir fällt aber auch immer wieder auf, dass ich besonders mit spontanen Fragen eine Art Verantwortung übernehme. Ich möchte Wissen von einem fremden Menschen empfangen und bin dann in meinen Augen auch verpflichtet, dieses wertschätzend zu behandeln. Zeitgleich empfinde ich es als verpflichtend, Respekt für Kontext in der sich die Person befindet zu zeigen. Vor ein paar Tagen habe ich einen Sänger zu seinen Liedtexten befragt. Ich habe keine befriedigende Antwort bekommen. Und das hatte ich verdient. Denn im Kontext, dass ich den Musiker direkt nach einem Auftritt von 20.000 Menschen befragte, er seine ganze Leidenschaft gerade auf der Bühne versprüht hatte, war meine Frage zu viel. Ich habe seine Situation nicht empathisch erfasst. Ich hoffe, dass ich irgendwann eine zweite Chance erhalten werde.

 

Weitere Themen, rund um Intuition:

 

Ich hoffe, ich konnte dir mit meiner Erfahrung weiterhelfen.

Mach dich sichtbar!

Habe ich dich neugierig gemacht?

In meinem Kreativitäts-Coaching können wir gerne in Ruhe über deine Themen sprechen:

  • arbeite bunter und leichter
  • handle vielfältig, finde neue Ideen und denke bunt
  • aktiviere deine eigene Art zu arbeiten
  • nutze deine Feinfühligkeit
  • zeig, was dich einzigartig macht und bereichere damit deine Welt.

Ich glaube an die Kraft deiner persönlichen Kreativität! Für ein glückliches Leben!

Deine Verena

Wie kann mein agiles Team kreativer werden?

Wie kann mein agiles Team kreativer werden?

Kreativitäts-Methoden

Ab heute sind wir agil!

Agilität ist der Hype der Wirtschaft. Agilität verbindet effizienten Erfolgen mit dem Wunsch nach selbstbestimmtem Arbeiten und sozialer Gruppennähe – etwas bewegen können und aktiv mitgestalten. Besonders Führungskräfte schätzen die Struktur aus user-zentrierten Abläufen, effizienteren Meetings, festgelegten Abläufen, Dailys, Retrospektiven und Sprints.

Dennoch rumort es im „agilen Paradies“ und meuternde Stimmen sprechen von starren Rastern und mangelnder Kreativität. Sind das alles Stimmen „Verweigerer“ und „Rückwärtsgewandte?

 

Wie viel Persönlichkeit braucht Agilität?

Auch wenn der Mensch bei agilen Methoden im Zentrum steht, fehlt es häufig an persönlicher Entfaltung. Klar, nicht jeder möchte für die Arbeit sein Inneres nach Außen kehren. Aber wenn der Einzelne mit seinen Fähigkeiten das ganze Unternehmen bereichert, dann sollte doch ganz genau das gefördert werden. Als Künstlerin und Unternehmerin bin ich davon überzeugt, dass Persönlichkeit durch kreatives Selbstvertrauen freigesetzt wird.

 Einem agilen Team stehen unterschiedlichste Methoden zur Verfügung wie z.B.

  • Use Cases: Anwendungsfälle, Anforderungen aus Kundensicht beschreiben
  • Daily-Standup-Meetings: Effiziente Statusmeetings, tägliche Besprechungen im Stehen
  • Work-in-Progress-Limits (WIP-Limits): Begrenzung von parallelen Aufgaben zur Wahrung der Produktivität
  • Burn-Down-Charts: Visualisierung des Arbeitsstands
  • Geschäftswert: Möglichst frühzeitige Erzeugung von Kundennutzen
  • Osmotische Kommunikation: Gleichen Informationsstand herstellen
  • Persona: Perspektive des Kunden einnehmen
  • Agile-Coaching-Spiele: Stimmungen und Emotionen bearbeiten

Aber sind diese Methoden kreativ? Was braucht es, um aus einer Gruppe von Menschen ein kreatives und agiles Team zu machen?

Kreativität hat viele Definitionen: eine davon ist, dass kreativ gearbeitet wird, wenn bekannte und unbekannte Ideen, bzw. Dinge neu kombiniert werden. Dabei ist der Prozess die eigentliche kreative Handlung.

Ein agiles Team wird demnach kreativ, wenn es die bekannten Faktoren Mitarbeiter, Fähigkeit und Persönlichkeit auf ungewohnte Weise kombiniert.

Vom kreativen Kleinkind zum agilen Mitarbeiter

Unsere Kreativität und „Schöpferkraft“ ist eine der herausstechendsten Eigenschaften von uns. Wir haben all das erfunden und erschaffen, was unser Leben so angenehm macht (ich blende ganz bewusst alles Schlechte der Welt aus). Alle großen und kleine Erfinder, Künstler und Forscher werden und wurden von Neugier, Struktur und Kommunikation geleitet.

Neugier:
Wann waren wir bisher in unserem jeweiligen Leben am kreativsten? Bei den meisten war das im Kindergarten bis max. 2. Klasse. Als Kind waren wir neugierig und getrieben durch Entdeckergeist. Unser kreatives Selbstvertrauen war noch nicht gebrochen und alles war möglich.

Struktur:
Gleichzeitig hatten wir (zumindest die meisten von uns) eine klare oder sichere Struktur: unsere Eltern oder Bezugspersonen haben unseren Alltag definiert und das tägliche Leben gesichert. Im späteren Verlauf der Schule ist die Struktur stärker geworden und die Kreativität zurück gegangen. Wir haben dank dieser Struktur gelernt, Ziele zu erreichen und Erfolge zu feiern. Wir haben gelernt Erfolge zu lieben. Sie beflügeln uns.

Feedback:
Wenn wir als Kind ein tolles Bild gemalt oder eine Raumstation mit Lego gebaut haben, war es uns ein Bedürfnis von einem anderen Menschen gelobt zu werden. Ich fühle sofort das Grinsen, dass sich bei dieser Erinnerung auf mein Gesicht zaubert. Rückmeldung von Menschen, die wir respektieren ist wichtig. Dieses Feedback bringt uns weiter. Die Vorfreude auf den Erfolg und das Feedback trieb Menschen auf Bühne, vor Gremien und in die Medien.

Struktur: Freund und Feind eines kreativen und agilen Teams

Agiles Arbeiten lebt von persönlichen Stärken, klaren Strukturen und Feedback. Ich bin der Meinung, dass die Persönlichkeit dabei der entscheidende Punkt ist. Damit jeder einzelnen seine persönlichen Stärken einbringen kann, braucht es Freiheit und Sicherheit.

Allerdings belegen diverse Studien, dass Regeln Kreativität eingrenzt, während andere Studien zeigen, dass ein sicheres Umfeld kreatives Selbstvertrauen fördert. Es braucht also beides. Struktur und Freiheit um kreativ zu sein.

Mut zu eigenen Methoden

Ich stelle immer wieder fest, dass ich in den 15 Jahren als Chefin einer Kreativagentur intuitiv agiler mein Team geführt habe. Kreative Persönlichkeiten wie Designer, Texter und Webprogrammierer lassen sich nicht mit herkömmlichen Hierarchien und Silos motivieren. Damit Mitarbeiter motiviert bleiben, habe ich auch in Zusammenarbeit mit meinen Kunden immer wieder neue Formate und Methoden erfunden und auch verworfen. Gemeinsam Neues zu entdecken und im kreative Flow neuen Methoden zu entwickeltn ist und bleibt meine absolute Lieblingsarbeit.

Ich höre immer wieder, dass die strenge Raster aus bekannten Methoden von immer mehr Mitarbeiter als zu dogmatisch empfunden wird. Was oft fehlt ist kreatives Selbstvertrauen. Natürlich sind eigene Methoden auch ein Unsicherheitsfaktor. Und Mitarbeiter, die in Rastern und Regeln Sicherheit finden, werden besonders irritiert. Und gerade wenn diese Mitarbeiter los lassen, geht dann die Post ab!

 

Kreative Produktivität ist die neue Produktivität

Die eigentliche Herausforderung im Alltag, egal ob agil oder traditionell ist es doch erfolgreich zu sein. Die gestellten Aufgaben zu schaffen und idealerweise dabei auch persönlich zu wachsen. Dabei sind kreatives Selbstvertrauen und die eigene Persönlichkeit der Schlüssel. Alles fängt bei mir selbst an.

Im Sinne der New Work-Thematik wird ein agiles und kreatives Team zu einem neuen produktiven Team, wenn die agile Geisteshaltung (Mindset) passt.

Als agile Führungskraft fange ich daher bei mir selbst an:

  • Kreativität und freies Denken trainieren
  • Scham vor kreativer Persönlichkeit reduzieren
  • die eigene Persönlichkeit stärken
  • erkennen, dass ich der Kreativ-Coach des eigenen Teams werde
  • eigenes Selbstvertrauen stärken.
  • bewusst teilweise aus Rastern und Dogmen ausbrechen

 

3 Wege agile Teams
kreativer zu machen:

Die drei vorgestellten Methoden regen zum freien Denken und kreativen „Rumspinnen“ an. Sie machen Spaß und verankern freie Events im agilen Alltag. Als Künstlerin und Kreativ-Coach beobachte ich von Außen. Meine Methoden irritieren, inspirieren und haben eine enorme Wirkung auf die Teamdynamik.

 

1. Vielfalt leben:

Ein Team ist eine Gruppe von Personen, die gemeinsam an einer Aufgabe arbeiten. Der kleinste Bestandteil der Gruppe ist die einzelne Person. Und jeder ist ein einzigartiges Wunder aus Abermillionen von Erfahrungen, Wissen, Wünschen, Verletzungen und Emotionen. Ein Team wird automatisch kreativer, wenn Vielfalt erkannt wird. Wie ein Orchester, spielen in einem Team laute und leise Personen, helle und tiefe Töne.

 

2. Markt der Persönlichkeiten:
Vielfalt sehen

Ziel der Methode ist für alle sichtbar zu machen, welche kreativen Eigenschaften und welche Vielfalt jeder einzelne mitbringt. Ähnlich wie auf einem Wochenmarkt macht die Mischung an unterschiedlichen Angeboten den Reiz aus.

Schritt 1 Marktplanung: jeder Mitarbeiter stellt seinen Markstand auf einem Blatt zusammen

  • Dabei bietet jeder nur seinen „weichen“ Fähigkeiten dar. Woher schöpft jedes Teammitglied seine persönliche Kraft: musizieren, schreiben, reisen, entdecken, malen, fotografieren, puzzeln…
  • Was ist die persönliche Superkraft?

Schritt 2 Marktaufbau: Alle Markstände werden nun an die Wand geheftet und gemeinsam arrangiert

Schritt 3 Markteröffnung: Jeder darf seinen Marktstand der „Persönlichkeit“ auf seine Art vorstellen und präsentieren. Ein Markt ist lebendig: Enthusiasmus und Leidenschaft sind erlaubt

Schritt 4 Einkauf: gemeinsames Ideenfinden. Was entsteht aus diesem neuen Blickwinkel? Wo liegt die kreative Superkraft des Teams?

 

3. Agile Revolution:
kreative Frischzellenkur

Diese Methode braucht Mut, denn sie ruft zur kreativen Revolte auf. Ziel der „Intervention“ ist es neue und eigene Prozesse und Methoden für das Projekt zu erfinden, an dem gerade gearbeitet wird.

Grundvoraussetzung: Ziele und Fakten klären, sie bilden den stabilen Rahmen in dieser Methode. Die Projektziele sind die „Flagge“ der Revolte.

  • Vorgehensweise ist freies Ideenfinden (Brainstorming): welche zusätzlichen Prozesse und Methoden würden helfen.
  • Visualisiert wird mit Gedankenwolken auf einem großen Chart oder Präsentationswand.
  • Als Ausgangpunkt eignen sich gut „Leichen im Keller“: Welche Probleme und Herausforderungen „gammeln“ im Untergrund.
  • Mögliche Werkzeuge zum freien Ideenfinden:
    • Was würden Opa und Oma raten: Perspektivwechsel in eine andere Welt (immerhin haben sie div. Wirtschaftskrisen, Wirtschaftswunder und Kriege „gemanagt“).
    • Kopfstand: mit welchen Methoden und Prozessen würden wir max. Verzögerungen hervorrufen. Das umgekehrte Denken ermöglicht neue und flexible Ideen auf alltägliche Prozesse
    • Eigene Revolutionshelden in den Team-Beirat berufen:
      Wenn das Team einen Beirat aus Vorbildern zusammenstellen könnte, welche wären das? Warum sollen diese Genies die Gruppe inspirieren? Was würden diese raten?
  • Sammlung der besten und auch verrücktesten (aber realistischen) Ergebnisse
  • Gemeinsam legt das Team fest, welche selbst erfundene Methode den agilen Prozess am besten bereichern wird und wann dieser eingesetzt werden kann.

Hilfsmittel für ein kreatives Team

Papier:
Die einfachsten Hilfsmittel sind Flipchart-Bögen auf einem Tisch ausbreiten. Ein „Big Picture“ und Kreativität in der Gruppe entstehen, wenn keiner den „Lehrer“ mimt und vorne an der Tafel steht. Gemeinsame Kreativität entfaltet und steigert sich, wenn alle gleichzeitig arbeiten und impulsiv seine Ideen ergänzen kann.

Stifte:
Ich bin ein großer Freund von dicken Buntstiften. Die Gefühl beim Schreiben und zeichnen ist anders als bei einem synthetischen Filzstift

 

Achtung Fehler: Kreativität ist keine Ausrede

Die Stärke eines kreativen Teams liegt definitiv in der Vielfalt der Persönlichkeiten. Das heißt aber nicht, dass es sich um einen Diven-Contest handelt. Persönlichkeit zeigen ist kein Freifahrtschein für „Extrawürste“. Kreativität und Persönlichkeit sind keine Ausrede: Der Auftrag ist und bleibt produktiv, effizient und lösungsorientiert zu arbeiten. Kreativität ergänzt und bereichert die Grundhaltung der Führung und erweitert das Handlungsfeld aller Mitarbeiter.

 

Weitere Themen, die ein Team kreativer machen:

Ich hoffe, ich konnte dir mit meiner Erfahrung weiterhelfen.

Mach dich sichtbar!